Abgeleitet aus dem lateinischen Wort "vita", was Leben bedeutet, sind Vitamine organische Stoffe, die der Organismus für lebenswichtige Funktionen benötigt, aber nicht oder nur in geringen Mengen selbst herstellen kann. Daher müssen sie regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Sie liefern keine Energie, sind aber für viele Stoffwechselprozesse unentbehrlich.
Provitamine sind Vorstufen von Vitaminen, die erst im Körper in das wirksame Vitamin umgewandelt werden.
Der Bedarf an Vitaminen ist von vielen Faktoren abhängig, vom Alter, Geschlecht, seiner Verfassung, Tätigkeit, körperlichen Aktivität usw.
Da einige Vitamine auf äußere Einflüsse ( z.B. Hitze, Licht, Sauerstoff ) sehr empfindlich reagieren, wird der Gehalt an Vitaminen in der Nahrung durch die Verarbeitung oft stark vermindert.
Mangelzustände treten häufig in Verbindung mit falscher Ernährung, Diäten, Medikamenteneinnahme und Krankheiten ( z.B. Darmerkrankungen oder Alkoholismus ) auf.
Die Einteilung von Vitaminen erfolgt nach deren Löslichkeit:
Fettlösliche Vitamine:
Vitamin A, D, E und K sind fettlösliche Vitamine. Die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine erfolgt mit den Nahrungsfetten. Im Überschuss zugeführte Vitamine dieser Gruppe werden im Körper gespeichert. Der Mensch kann durch diese Vorräte nach einer regelmäßigen und ausreichenden Zufuhr einige Zeit auch mit geringeren Aufnahmemengen auskommen. Der Körper kann nur geringe Mengen dieser Vitamine über den Darm ausscheiden. Dadurch ist eine Überdosierung möglich.
Wasserlösliche Vitamine:
Die restlichen Vitamine sind wasserlöslich und nur in geringen Mengen speicherbar. Die Speicherfähigkeit des Körpers für diese Vitamine ist sehr unterschiedlich. Deshalb müssen sie dem Körper regelmäßig in ausreichender Menge zugeführt werden. Überschüssige Mengen werden über den Urin ausgeschieden. Überdosierungen sind selten, aber möglich.


